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Schwächere Nachfrage nach neuen iPhones

iPhone 18 Pro: Apple soll Bestellungen um mindestens 15 Prozent gekürzt haben

Die höheren Preise der neuen iPhone-Generation könnten Apple bereits zu schaffen machen. Einem Bericht zufolge hat das Unternehmen die Bestellungen für Komponenten des iPhone 18 Pro deutlich reduziert. Auch der veränderte Veröffentlichungsrhythmus könnte dabei eine Rolle spielen.

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Apple soll seine Produktionspläne für das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max nach unten korrigiert haben. Wie die Wirtschaftszeitung Nikkei Asia unter Berufung auf eigene Quellen berichtet (via), hat der Konzern mehrere Zulieferer angewiesen, weniger Komponenten für die neuen Pro-Modelle bereitzustellen. Hintergrund sei eine Nachfrage, die bislang hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückbleibe.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Apple soll die Komponentenbestellungen für das iPhone 18 Pro im Oktober um mindestens 15 Prozent gekürzt haben.
  • Laut Nikkei Asia bleibt die Nachfrage hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück.
  • iPhone 18 Pro und Pro Max kosten in den USA jeweils 100 US-Dollar mehr als ihre Vorgänger.
  • Steigende Speicherpreise und Apples neuer Veröffentlichungsrhythmus gelten als mögliche Ursachen.
  • Eine offizielle Bestätigung der Produktionskürzungen gibt es bislang nicht.

Bestellungen für Oktober um mindestens 15 Prozent reduziert

Dem Bericht zufolge geht Apple bereits seit Anfang September vorsichtiger bei der Produktionsplanung vor. Für Oktober sollen die Bestellungen bestimmter iPhone-18-Pro-Komponenten um mindestens 15 Prozent gegenüber den ursprünglich angeforderten Mengen reduziert worden sein.

Die Kürzungen betreffen demnach nicht zwangsläufig die gesamte iPhone-Produktion, sondern zunächst einzelne Komponenten und Zulieferer. Welche Bauteile konkret betroffen sind und wie viele Geräte Apple insgesamt weniger produzieren lassen könnte, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Als möglichen Grund nennt Nikkei Asia die gestiegenen Preise der neuen Pro-Modelle. Das iPhone 18 Pro startet in den USA bei 1.199 US-Dollar, während für das iPhone 18 Pro Max mindestens 1.299 US-Dollar fällig werden. Beide Modelle kosten damit jeweils 100 US-Dollar mehr als ihre direkten Vorgänger.

Steigende Speicherpreise belasten Apple

Ein wesentlicher Faktor für die Preiserhöhungen sind die gestiegenen Kosten für Speicherchips. Apple hat den Preisdruck durch die hohe Nachfrage nach Speicher für KI-Anwendungen bereits öffentlich thematisiert. Auch andere Produkte des Unternehmens, darunter MacBooks und iPads, sind von höheren Preisen betroffen.

Speicherchips erklärt!

Speicherchips übernehmen in Smartphones unterschiedliche Aufgaben. Der Arbeitsspeicher (RAM) hält Daten für laufende Anwendungen bereit, während Flash-Speicher Fotos, Apps und andere Dateien dauerhaft speichert.

Die starke Nachfrage nach Speicherchips für KI-Rechenzentren kann die verfügbaren Produktionskapazitäten und damit auch die Preise beeinflussen. Steigende Einkaufspreise erhöhen die Herstellungskosten von Smartphones und anderen elektronischen Geräten.

Bei den aktuellen Pro-Modellen zeigt sich der Kostendruck möglicherweise auch bei der Ausstattung. Sowohl das iPhone 18 Pro als auch das iPhone 18 Pro Max verfügen über 12 GB Arbeitsspeicher und damit über genauso viel RAM wie ihre Vorgänger.

Gerüchten zufolge hatte Apple ursprünglich eine Aufstockung auf 16 GB RAM in Betracht gezogen. Die höheren Speicherpreise könnten dazu beigetragen haben, dass das Unternehmen letztlich bei 12 GB geblieben ist. Bestätigt ist dieser Zusammenhang allerdings nicht.

Neuer Veröffentlichungsrhythmus könnte Nachfrage beeinflussen

Neben den höheren Preisen nennt der Bericht einen weiteren möglichen Grund für die schwächere Nachfrage: Apples veränderte Veröffentlichungsstrategie.

Anders als in den vergangenen Jahren soll der Konzern seine iPhone-Generation künftig auf zwei Termine verteilen. Während die Pro-Modelle bereits im September erschienen sind, wird das reguläre iPhone 18 erst für das Frühjahr 2027 erwartet.

Gemeinsam mit dem Basismodell sollen dann auch das günstigere iPhone 18e und das besonders dünne iPhone Air 2 vorgestellt werden.

Diese Aufteilung könnte das Kaufverhalten verändern. Wer nicht unbedingt ein Pro-Modell benötigt, könnte den Marktstart der günstigeren Geräte im kommenden Frühjahr abwarten. Damit würde ein Teil der üblichen Nachfrage nach neuen iPhones zeitlich nach hinten verschoben.

Ob die höheren Preise oder der neue Veröffentlichungsrhythmus den größeren Einfluss haben, lässt sich anhand der bislang bekannten Informationen nicht bestimmen.

Apple hat die berichteten Kürzungen der Komponentenbestellungen bislang nicht öffentlich bestätigt. Auch konkrete Verkaufszahlen für die iPhone-18-Pro-Modelle werden in dem Bericht nicht genannt.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Die gemeldeten Bestellkürzungen sind ein Hinweis darauf, dass Apple die Nachfrage nach seinen teureren Pro-Modellen möglicherweise überschätzt hat. Ein Rückgang der Komponentenbestellungen um mindestens 15 Prozent ist durchaus relevant, lässt sich aber nicht unmittelbar mit einem entsprechenden Rückgang der iPhone-Verkäufe gleichsetzen. Hersteller passen ihre Bestellungen regelmäßig an Lagerbestände und tatsächliche Verkaufszahlen an.

Interessant ist vor allem das Zusammenspiel aus höheren Preisen und der neuen Produktstrategie. Wenn günstigere iPhones erst im Frühjahr erscheinen, könnte sich ein Teil der Nachfrage schlicht auf einen späteren Zeitpunkt verlagern. Ob Apple tatsächlich mit einem längerfristigen Nachfrageproblem konfrontiert ist, lässt sich aus dem bisherigen Bericht deshalb noch nicht ableiten.

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